Übersichtskarte

29. Juli – 2. August Ko Thao

Sonntag, 28.07.2013

Um 4 Uhr, als der Zug das Zeil eigentlich erreichen sollte, wachte ich auf und packte hektisch meine 7 Sachen, weil einige schon dabei waren auszusteigen. So standen 7 Leute mitten in der Nacht auf einem verlassenen Minibahnhof und keiner konnte uns verraten, ob wir richtig waren. So musste wir schließlich einer Frau Glauben schenkte, die die Vermutung äußerte dass der Zug Verspätung habe und wir erst später ankommen. Also alle man wieder rein in den Zug. Eine Stunde später kamen wir dann am eindeutig belebteren Bahnhof an, warteten 1 Stunde auf die Fähre, die dann völlig überladen lostuckerte. Nach einer halben Stunde kam dann doch tatsächlich ein Typ in den Sitzraum und verlangte 130 Baht (= mehr als 3 Euro) pro Person, dass wir drinnen sitzen durften. Also zeig ich gemeinsam mit 2 deutschen Mädels aufs Decke und gesellte mich zu alle den anderen hunderten auf den Boden. Das machte jedoch weiter nichts. Die 3 Stunden verflogen dank interessanter Gesprächsthemen.

Und dann erfühlten meine Füße den feinen Sand der Trauminsel und mein Blick verlor sich im glasklaren Wasser. Nach wenigen Minuten  wurde es dann jedoch erst einmal komplizierter. Die Insel war klein, die Massen groß und Übersich so gut nicht vorhanden. Auch die aufgeschnappten Gespräche, in denen es hieß, dass alles ausgebucht sei, stimmten mich nicht sehr viel optmistischer. Da sich jedoch schon häufig geteiltes Leid als halbes Leid erwiesen hatte, sprach in ein anderes deutsches Mädchen an, was ich auf der Straße erblickte und fragte, ob wir nicht gemeinsam nach einer Unterkunft suchen wollen. Das ganze stellte sich jedoch wirklich als komplizierter raus, als gedacht, sodass wir schließlich froh waren, ein weniger schönes Zimmer in Thommys Resort für 500 Baht zu bekommen.  Für den Rest des Tages mieteten wir usn ein Moped und fuhren die Insel nach besseren Unterkünften ab, aber mit Sicherheit konnte uns kein sagen, ob morgen was frei wäre. Dennoch waren wir frohen Mutes, denn die Ausblicke auf die verschiedenen Buchten können einen nur glücklich und gelassen stimmen. Ist ist wahrhaftig wie im Paradies, wären da nicht die ganzes Touristen, denn die Insel ist wirklich pickepacke voll, da alle Partywütenden (genau mein Genre) nach der Fullmoonparty in Ko Pagang nach Ko Thao gekommen sind.
Am nächsten Tag konnten wir jedoch tatsächlich einen schäbigen Bungalow in perfekter Lage dirket am Shark Bay für nur 350 Baht erlangen.  Das Bambushäuschen besteht zwar nur aus einem Bett und einem Fan, der die meiste Zeit aufgrund der fehlenden Elektrizität nicht funktioniert, aber die Lage ist perfekt ;) Den Tag über flitzen wir über Stock und über Stein und über die schaukeligstens, ungepflasterten Sraßen zu dem abgelegenen „Hing Wong Bay“, ein reinstes Abenteuer. Außerdem war die Straße teilweise so steil, dass immer einer absteigen musste, da es das Moped sonst nicht raufgeschafft hätte. Dort wurde jedoch relaxed, geschnorchelt und gesonnt
und sich direkt ein Sonnenbrand eingeholt. Ich wollte nämlich unbedingt mein Zebramuster wegbekommen. Nun jedoch bin ich ein Chamäleon und darf voller Stolz die Farbe Rot zu meinem Repertoire hinzuzählen :D
Am Abend speisten wir in einem wundervoll romantischen Restaurant am Meer, wo überall Laternen und gelöcherte Kokosnüsse mit Lichterketten hingen, die eine tolle Atmosphäre kreierten. Zum Abschluss bestaunten wir an den nebengelegenen Bars die Küste der Jungs, die mit Feuer an Ketten, Seilen und Stäben phantastische Perfomances leisten. Am nächsten Abend durfte ich sogar die Hitze der Flammen spüren, als der Typ mir mit der Feuerkette vor dem Gesicht rumfuchtelte. Zuvor besuchten wir jedoch „Tanote Bay“, das zum Schnorcheln einlud, uns leider jedoch aufgrund des Regens schnell wieder vertrieb.
Morgen ist mein letzter Tag hier. Ich könnte noch länger bleiben und erstaunlicher Weise fällt es mir so gar nicht schwer einfach nur am Strand zu legen und zu relaxen, im Gegenteil. Aber dennoch fühle ich mit etwas schuldig und möchte doch noch was in der verbleibenden Woche sehen. Ja es geht bald nach Hause, rund um den 10. Dürft ihr mich erwarten. Ich freu mich auf euch! :*

 

27. – 28. Juli Bangkok

Samstag, 27.07.2013

Die Busfahrt war mal wieder nicht von der angenehmsten Sorte. Immer wieder hielt der Bus auf der Strecke, da wir ansonsten hätten 3 Stunden an der noch geschlossenen Grenze hätten warten müssen. So wurde uns nur 1 zugemutet und es dauerte seine Zeit bis endlich alleman „eingecheckt“ hatten und wir im überfüllten Minibus nach Bangkok fuhren. Hier schien dann um 12 Uhr Rushhour zu sein und es gab weder vor und zurück. Das einzige, was uns alle besänftigen konnte, war die kurze Pause in Thailand direkt neben einem 7 - Eleven (was nicht schwer ist), aus dem jeder mit einem breiten Lächeln hinaustrat.

Im Bus saß ich neben einem Spanier, der mich um ein paar Tipps für Thailand bat und dem ich dann zusätzlich auch noch eine Übernachtungsempfehlung für Bangkok aussprach. Da ich ja nach all dem Guten, das mir auf dieser Reise passiert ist, beschlossen hatte, diese Großzügigkeit zurückzugeben und zugegebener Maßen auch ans gesparte Geld dachte, schlug ich ihm bei der Ankunft in der Metropole vor, dass wir uns ein Doppelzimmer teilen. So zogen wir gemeinsam in das schon bekannte Merry V Hostel nahe der Kaosan Rd ein. Dann verabschiedete ich mich jedoch, denn meine Shoppingpläne entsprachen nicht unbedingt seinen Vorstellungen. Ich genoss zunächst eine leckere Portion Pat Thai und es folgte der so lange herbeigesehnte iced Coffee, der leider gar nicht lecker war und all meine Träume zerstörte. Besänftigung verschaffte mir jedoch der Besuch des „Chachuca weekend Marktes“, den ich nach 2 Stunden endlich erreichte und hellauf begeistert war. Dieser Markt ist endlos, man kann innerhalb eines Wochenendes gar nicht alle Stände sehen, aber es bereitet einem das reinste Vergnügen entlang der kleinen Gassen zu gehen und in die vielfältigen Lädchen rein- und raus zu hüpfen. Entlang der größeren Wege gab es dann allerlei Möglichkeiten sich die Bäuche vollzustopfen.
Der Besuch war aber eher eine Eingewöhnung, denn die Stände schlossen schon bald darauf und es ist schon ganz schön viel auf einmal. Da viel mir die Kaosan Rd doch eindeutig leichter, wo jeder Stand dasselbe anbot und das Niveau eher primitiv war. Als ich spät am Abend zurück ins Hotel ging, musste ich leider feststellen, dass sich mein Zimmergenosse aus dem Staub gemacht hatte, dieses Ar***. Ich rannte die Treppe runter und fragte bei der Rezeption nach, ob sie wissen, was Sache sei. Daraufhin erklärten die mir, dass er kurze Zeit später wieder ausgecheckt und das Internet genutzt aber nicht bezahlt hätte. Somit durfte ich also das Doppelzimmer ganz alleine bezahlen, na toll. Ich bat darum, (da ich ja nur meinen Backpack dort abgestellt hatte)  vielleicht doch noch in ein Einzelzimmer umzuziehen. Die Rezeption war aber nur teilweise hilfsbereit und gab mir 2 Möglichkeiten. Entweder ich checke sofort (1 Uhr nachts) aus oder ich bezahle das Doppelzimmer. Kurze Zeit später stellte ich meinen Backpack unten ab und ging auf die Straße, um nach einer anderen Bleibe zu suchen. Da erblickte ich einen Reisenden mit Rucksack auf dem Rücken und dachte mir, frag doch mal nach. Robert aus San Franzisco war schon ein Fall für sich, aber sehr nett. Er hatte jedoch schon ein Zimmer gebucht, der Besitzer meinte jedoch, dass wir dort auch zusammen übernachten können. Beim Anblick des 1,20m großes Bettes in einem schimmligen Zimmer lehnte ich dieses Angebot jedoch ab. Der Thai hatte jedoch kein Problem damit, dass Robert die Reservierung zurücknahm. Gemeinsam jedoch ins Doppelzimer im Merry V einziehen, durften wir jedoch nicht. So landeten mir nach mehreren Minuten des Umherlaufens in einem schäbigen nach Urin duftendem Hotel, aber die Hauptsache war, dass eine Bleibe für die Nacht gefunden wurde. Ich begleitete ihn dann noch zur Partymeile auf der Kaosan Rd, die mich jedoch nicht für länger als eine Stunde halten konnte und ich sogar mein Stinkezimmer bevorzugte. Die Nacht verbrachte ich übrigens alleine, Robert tauchte nicht auf.
Am Morgen buchte ich mein Kombiticket nach Ko Thao und fuhr danach schließlich noch einmal zum Markt. Und obwohl die Sachen sehr schön und sogar von guter Qualität waren, wollte nichts so richtig passen, die Kleidung ist nun einmal auf Thailänder ausgeschnitten und das stimmt mit dem Körperbau eines Menschen mit schweren Muskeln eben nicht überein.
Um 8 Uhr fuhr dann der Zug los nach Champon, von wo eine Fähre mich auf die Trauminsel bringen sollte. Die Zugfahrt war jedoch ein Grauen. Neben mir saß eine Frau mit einem 6 jährigen Mädchen die zu Hälfte in ihren Armen und zur anderen auf dem Klapptisch schlief. Sie saß aus wie ein Engel, das war also nicht der schlimme Teil. Schlimmer war der Lärm, denn alle Fenster waren geöffnet, das Licht brannte und zu allem Übel war der Zug voller Moskitos, die sogar durch meine Hose durchstachen.

 

23. – 26. Juli Siem Reap (Tempel von Angkor)

Dienstag, 23.07.2013

Und schon bald war ich in Siem Reap, jene Stadt, die als Ausgangspunkt für die Besichtigung des berühmten Weltkulturerbes „Angkor“, das vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambodschas bildete. 

Unterkunftsmäßig landete ich in einer 2 $ absteige, in der ich mir die oberste Etage mit ca. 30 Leuten auf Matratzen mit Moskitonetzen teilen durfte. Richtig schlafen war da also nicht angesagt. Somit viel es mir auch nicht schwer am nächsten Morgen schon um 5 Uhr aufzustehen, mir ein Fahrrad zu mieten und die Tempelanlage zu besichtigen. Lieder hatte ich mich nicht vorher informiert, wo man das Ticket kaufte und hielt es deshalb für selbstverständlich, dass diese Angelegenheit am Eingang erledigt werden könne. Somit fuhr ich 8km mit dem Fahrrad, um dann von der Ticketkontrolleurin gesagt zu bekommen, dass ich den ganzen Weg wieder zurück in die Stadt fahren müsse. Es wurde also wieder zurückgestrampelt und alle Touristen guckten mich verstaunt an und fragten sich wahrscheinlich, warum ich schon so früh mit der Besichtigung der Tempel fertig sei. Jedenfalls kaufte mir ein 3 Tagesticket, um dieses Weltwunder nicht in aller Hektik zu bestaunen und im Endeffekt nur genervt zu sein, Zeit lassen schien mir da angebrachter. Für diesen Tag stand die große Besichtigung von den Orten: Preah Khan, Neak Pean, Ta Som, Ta Keo und East Mebon. Erfreulicher Weise konnte ich mich sogar tatsächlich für die Tempelanlagen begeistern. Denn nach den Millionen, die ich schon in Thailand, Laos und Vietnam gesehen hatte, hatte ich die Befürchtung gehabt, dass es mehr Pflicht als Genuss werden würde. Aber im ersten Tempel ging ich stundenlang umher und schoss Bilder von allen klitzekleinen Details, was deutlich zu Ende des Tages abnahm und schließlich nur noch Fotos von dem Gesamtbild gemacht wurden. Da war die Fahrradfahrt durch die Dörfer entlang knackiggrünen Reisefeldern zu „Banteay  Samre“ eine willkommene Abwechslung, die leider auf dem Rückweg mit einem Jahrhundertschauer und einer pitschepatschen Vanessa abgeschlossen wurde.  
Richtig fertig fuhr ich zurück ins Hotel und hatte somit an diesem tag eine Strecke von 63km zurückgelegt. Kein Wunder, dass mich da sogar kein Nachtmarkt der Welt wieder fitmachen konnte und ich fiel ins Bett wie eine Tote.
Aber das Programm ging am nächsten Tag weiter, dieses Mal schon um 4 Uhr Morgens, um gemeinsam mit 500 anderen Menschen den nicht vorhandenen Sonnenaufgang vor dem berühmtesten Tempel „Angkor Wat“ „zu bestaunen“.  Sie standen wir alle wie die letzten Idioten vor dem Tempel und warteten darauf, dass sich die Sonnenstrahlen wie durch ein Wunder durch die Wolken beißen würden. Aber nichts da. Und dann ging es mit der Armeisenarmee in den Tempel, der seinen Besuch jedoch trotzdem Wert war. Das Highlight meines „Angkor“ Besuches bestand jedoch im Besuch von „Bayon“. Dieser riesige Tempelkomplex ist durch die überall eingearbeiteten Gesichter einzigartig und zudem sehr verwinkelt und verwunschen. Ein absoluter Wahnsinn! Das konnte auch nicht von den eher langweiligen „ Ta Keo“, „Banteay Kdei“ und „Prasat Krawan“ nicht getoppt werden. Lediglich „Ta Prohm“, ein Tempel mitten im Djungel und umschlungen von Pflanzen und Bäumen konnte mein Interesse noch locken. Hier wurde übrigens auch Tom Raider (oder so) gedreht.
Mit 45km war ich auch an diesem Tag nicht faul gewesen.
Jedoch hatte ich dieses Mal noch Kraft und Lust den Märkten einen Besuch abzustatten und es wurde mal wieder deutlich, dass diese Stadt zu 99% nur aus Touristen, Bars, Souvenirständen und Tuk Tuk Fahrern besteht. Grauenvoll mitanzusehen waren die zahlreichen jungen Mädchen, die mit Babys auf den Armen um Geld bettelten.
Zum Abschluss besuchte ich am darauffolgenden Tag noch einen weit entfernten Tempel (14km) auf einem Berg und fuhr danach zu der größten Silk Fabrika der Region, wo ich die einzelnen Prozesse bestaunen und die Arbeit, die z.B. in einem Schal steckt vielmehr zu schätzen lernen konnte.
Danach war Warten angesagt, auf den Bus, der mich über die Grenze nach Bangkok bringen sollte. Freude machte sich breit, bald sind 7-Eleven und ich wieder vereint <3

 

21.-22. Juli Battambang

Sonntag, 21.07.2013

Dank eines Einheimischen, der mich zum „Busbahnhof“ (ein Schirm mit einem Stuhl und daneben parkenden eher privat wirkenden Minibussen) begleitete, konnte ich dem überteuerten genannten Preis vom Vortag um die hälfte senken und saß um 7 Uhr im Bus nach Battambang, der auch schon nach wenigen Stunden aufgrund der miserablen Straßenverhältnisse stecken blieb. Dennoch kam ich irgendwann heile an und entschied mich schließlich für das Tomate Guesthouse, wo ich meinen Übernachtungsrekord mit 1,20 € für ein Dormbett aufstellte. Als ich mich kurze Zeit später in einem anderen Hotel nach dem Weg zum Bambootrain (auf alten Bahnschienen laufende Räder, auf denen eine Bambusplatte befestigt ist und mit dem man ins nächste Dorf fahren kann) erkundigte, lernte ich Arthur und Steffie kennen, mit denen ich die nächsten Tage verbrachte. Gemeinsam mieteten wir uns Fahrräder, mit denen wir 2 Stunden lang umher irrten, um diese bescheuerte Eisenbahn ausfindig zu machen. Leider konnten wir da auch nicht auf die Hilfe der Einheimischen zählen, denn die schickten uns alle zur Bahnstation in der Stadt und die Tuk Tuk driver schienen sich einen Spaß daraus zu machen und in alle möglichen Richtungen zu schicken, um uns so lange in die Verzweiflung zu treiben, bis wir nachgeben und mit ihnen mitfahren würden. Irgendwann mussten wir aber so verzweifelt gewirkt haben, bis uns ein Mann aus einem Hotel mit dem Moped den Weg zeigte. Zu unserer Verteidigung ist zu sagen, dass es weder Schilder sonst noch irgendwelche Hinweise gab. Aber die Mühe sollte sich lohnen, denn wir genossen eine Achterbahnfahrt entlang der schönen Natur.

Am nächsten Tag mietete ich mir mit Arthur ein Moped, um die Berge in der Umgebung auszukundschaften. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, sodass wir mitten im Wald unterschlupf in einem Pavillon suchen mussten und dabei zu sahen, wie sich der Weg neben uns zu einem Fluss verwandelte. Der Ausblick nach dem anstrengenden Aufstieg des Berges war wunderschön und zeigte, dass Kambodscha zu 99 % flach ist und man zwischen durch wie Maulwurfhügel kleinere Berge erblicken konnte. Auf dem Weg runter statteten wir dem Killing Cave einen Besuch ab, in dem genau so wie bei Killing Field unschuldige Menschen aus der Khmer Rouge Zeit getötet wurden. Abgesehen von den Totenschädeln vor der Höle war diese selbst weniger spannend. Cool war jedoch, dass sich in ihr bestimmt hundert Fledermäuse befanden. So machten wir die Taschenlampe aus und standen einfach nur für 20 Minuten in der Dunkelheit und wurden von Fledermäusen umflattert.
Nach dem 2 stündigen Regen beschlossen wir doch noch einen anderen Berg zu besuchen, was sich aufgrund der unbefestigten Straße, die durch und durch aus kleinen Seen (Schlaglöchern mit Wasser gefüllt) bestand und uns immer wieder ins schlittern brachte.

 

17.-19. Juli Phnom Penh

Mittwoch, 17.07.2013

Willkommen in den Hauptstadt Kambodschas! In dieser riesigen Stadt angekommen machte ich mich mal wieder zur Enttäuschung der sich aufdränglich anbietenden Tuk Tuk und Motorradfahrer zu Fuß auf den Weg, um das Happy Guesthouse zu finden, was laut Lonely Planet Dorms für schlappe 2 $ anbot. Aber nix da, endlich in dieser abgelegenen Straße angekommen, war diese Unterkunft weit und breit nicht ausfindig zu machen, da zeigt sich wohl wieder ein Fehler im chinesischen Plagiat Reiseführer. Halb so schlimm, denn ich landete schließlich im Grand View Hotel, wo ich für 3$ mein eigenes Zimmer bezog, was eh viel besser ist bei dem Chaos, was ich jedes Mal anrichte. Das Zimmer war zwar fast so groß wie das Bett, aber ich hatte meine Ruhe und mein eigenes Bad.

Und dann ging’s los die Stadt erkunden, die für eine Marktverehrerin wie mich viel offen hat. Bewaffnet mit unwiederstehlichem Gebäck aus der Bäckerei um die Ecke konnte es losgehen. Und schon nach wenigen Minuten befand ich mich im „Old Market“, der sehr traditionell und vielleicht auch deshalb etwas merkwürdig war. Es wurden neben den üblichen Gemüse, Früchten, lebendigen oder noch todeszappelnden Fischen und Fleischstücken auch Haare verkauft. Außerdem kam ich mir teilweise vor, wie auf einem Beautymarkt, denn vor allem im Inneren wurden zahlreichen Frauen die Haare gelockt, geflächtet und scheinbar schöne Frisuren für den Alltag kreiert. Andere lagen auf zahnarztmäßigen Stühlen und ihr Gesicht wurde mit einer Art Dampfgerät bearbeitet, ob das zur Verjüngung, Reinheit oder vielleicht Weißhaltung (die Asiaten stehen ja alle so auf weiße Haut) des Gesichtes dienen sollte, weiß ich nicht. Was ich weiß ist, dass ich total in den Bann gezogen war und auch am liebsten alles Essen ausprobiert hatte und der Nervenkitzel zurückkam. So konnte ich eben trotz vorher verzehrtem Gebäck auch nicht wieder stehen „Pot Jomhuy“ zu probieren. Dafür bekommt man in einem Bananenblatt eine Art sticky Rice, mit Zucker und Kokosraspeln, das Ganze ist aber nicht wirklich süß, weil noch andere Komponente enthalten sind, die ich noch nicht einmal kenne.
Von dort stolperte ich auch schon bald in den 2. Markt, der Second Hand Kleidung verkaufte. Leider profitieren Touristen davon nicht sonderlich, weil der Stil der Asiaten doch anders ist und der Körperbau ganz anders, sodass einem die Teile eh meistens nicht passen.
Danach machte ich mich auf zum Stadium, wo in der Nacht getanzt werden sollte, dort angekommen war es leider schon geschlossen. Und auch die nächsten Tage sollte ich kein Glück haben, da es zu dieser Zeit immer regnete.
Dann ging ich eben zum größten Supermarkt der Stadt. Dieser Besuch ist mindestens 1 Mal notwendig. Ich finde es nämlich faszinierend zu sehen, wie und was die Einheimischen einkaufen und vor allem zu vergleichen, wie groß der Preisunterschied der Lebensmittel von der Straße zum ursprüngliche ist. Auf dem Weg dahin viel mir auf, wie europäisch die Stadt teilweise ist. Es gibt vereinzelt Mülleimer (ansonsten läuft der Müllentsorgungsprozess so ab: generell wir viele suaf die Straße geschmissen, dann gibt es jedoch auch größere Styropor Boxen, die am Straßenrand stehen und als Mülleimer dienen soll, hauptsächlich wird der Müll aber an einer Stelle neben dem Haus gesammelt, um diesen dann in der Nacht in kleinere Mülltüten zu stecken, die auf die Straße geworfen, um am Morgen von dem Putzdienst (Müllabfuhr gibt es nicht) mit dem Wägelchen abgeholt zu werden). Eher verwunderten mich jedoch die Läden entlang einer der Hauptstraßen wie Mango, Adidas, Armani etc. , was ich hier in Kabodscha am wenigsten erwartet hätte. Und das Angebot im Supermarkt verstärkte dieses Bild zunehmend. Neben frischer Milch!!! Gab es Pizza Restaurante, Fruchtzwerge und andere europäische Marken oder Essensarten, die ich sogar in Thailand und Vietnam nicht gesehen hatte.  Aber alles zu horrenden Preisen und da ist mir bis heute noch ein Rätsel. Kambodscha soll eines der ärmsten Länder Südostasiens sein mit einem monatlichen Durchschnittseinkommen vom 50 US$ und dann sind die Lebensmittel im großen Supermarkt, also da wo man abgesehen vom Markt seine Nahrungsmittel herbekommt so teuer?! Außerdem sind die Klamotten in den vorher genannten Läden sogar teurer als in Deutschland.
Und alle Preisschilder sind in Dollar, die Bank gibt mir sogar nicht die nationale Währung Riel raus sondern Dollar, was sehr verwirrend ist, weil ich jetzt immer in 3 Währungen rechnen muss.
Gegen meine Erwartungen, Hoffnungen und Versprechen anderer Reisenden musste  ich auch leider feststellen, dass Kambodscha nicht preiswerter ist. In wenigen Sachen ist es gleich auf mit Vietnam, aber in fast allem teurer. Und ich hab auf den Hinweis gehört, mit dem Shoppen bis Kambodscha zu warten!!!! Und ja das sind ernste Probleme!!

Am nächsten Morgen (der beginnt bei mir manchmal sogar um 5-6) mietete ich mir ein Fahrrad um zu den Killing Fields zu gelangen. Jetzt wird es geschichtlich, schockierend und wahnsinnig interessant, Papa du wirst es lieben
J
In den 70 er Jahren kam der Kommunist Paul Pot an die Macht, nachdem er durch einen Komplott den König vertrieben hatte. 1974 erzählte er den Menschen, dass die Amerikaner eine Bombe in Phnom Penh abwerfen würden und innerhalb von 3 Tage flohen die Menschen von der Stadt aufs Land, wo Paul Pot sie haben wollte. Phnom Penh war zu einer Geisterstadt geworden und die Roten Khmer (seine Truppe) zerstörten Schulen, Krankenhäuser, Krankenhäuser etc., denn es sollte nie wieder jemand zurückkehren. Außerdem entfernten sie alle Uhren, denn diese Wende, sollte das Jahr 0 schreiben.
Nach 3 Tagen merkten die Menschen jedoch, dass Paul Pot Unrecht hatte (keine Bombe) und wollten in die Stadt zurückkehren. Die Khmer Rouge drohte jedoch jeden Zurückkehrer zu erschießen. Deshalb blieb ein Großteil auf dem Land, wo sie von dort an gezwungen waren, den ganzen Tag auf den Reisfeldern zu arbeiten, um 3 Mal so viel Reis zu produzieren, wie zu vor. Eine Sache der Unmöglichkeit. Die Menschen waren zu Sklaven geworden, die täglich geschlagen wurden und hungern mussten.
Viel Schlimmer jedoch ist, was sich in der Hauptstadt abspielte. Die Menschen die zurückkehrten und diejenigen, die Paul Pot als Feind ansah (Lehrer, Ärzte, Akademiker, Menschen der höheren Klassen, Leute mit Brille ; ja er war paranoid) wurden in S-21 verfrachtet, eine ehemalige Schule, die von der Zeit an als Folterort genutzt wurde. Hier wurden jeden Tag 1000 Menschen festgehalten und gefoltert. Durch die Folterung versuchte man ihnen das Geständnis für Taten zu entlocken, die sie niemals begangen hatten, die Paul Pot jedoch benötigte, um die Ermordung dieser Menschen zu rechtfertigen. So wurde den Insassen Fingernägel ausgerissen und mit Alkohol übergossen; Bäuche, Beine und Arme aufgeschlitzt, dessen Innereien daraufhin von einem Adler aufgefressen wurden; man hängte sie mit den Händen hinter dem Rücken an einen Pfahl; tauchte sie kopfüber in ein Wasserbecken bis sie kurz vor dem Ersticken standen; gab ihnen täglich 3 Löffel Wasserreis und wenig Wasser zu trinken und hielt sie entweder in 1x2 Meter großes Zellen ohne Tageslicht und Fenster fest oder band insgesamt 80 unschuldige Menschen pro Raum an nebeneinanderliegenden Ketten auf dem Boden fest.
Von jedem „Schuldigen“ wurde ein Bild gemacht und währenddessen am Kopf ein Stromschlaggerät befestigt. Sobald sich die Person also bewegen würde, würde ein Schlag freigesetzte werden. Mütter hielten dabei grundsätzlich ihre Babys in den Armen, an denen der Schlag zwangsweise weitergeleitet worden wäre.
Paul Pot stellte Regeln auf, die befolgt werden mussten. Eine davon war, dass keine weinen dürfe. Somit waren leider schon alle Babys im wahrsten Sinne des Wortes zum Tode verurteilt.
Was geschah nun also mit den Menschen, die gegen Regeln verstoßen oder ein Geständnis einlegten?
Sie wurden in das 15 km weiter entfernte Choeng Ek zu den als heute bekannten „Killing Fields“ gebracht. Dort starben innerhalb von 3 Jahren 20.000 Menschen.  Anfangs 3 Mal Monatlich am Ende jeden Tag, wurden die Beschuldigten in kleinen Transportern geknebelt und gefesselt an diese Stelle gebracht. Man versprach ihnen, sie in ein neues zu Hause zu bringen. In Realität jedoch wurden fast alle noch in derselben Nacht getötet.  Als es zu viele wurden, steckte man einen Teil in schalldichte Häuser, die man zusätzlich noch mit Musik beschallte, damit sie nicht mitbekamen, was draußen vor sich ging. Denn dort wurden die Menschen kaltblütig ermordet. Um Munition zu sparen schnitt man ihnen die Kehle durch und schmiss sie in ein Massengrab. Um den Verwesungsgeruch zu verdecken und das restliche Leben auszulöschen, überschüttete man die Körper mit Gift.
Kinder wurden meist gegen Palmen geschlagen bis sie tot waren. Ode man warf sie in die Luft, um sie daraufhin mit dem Messer vorne am Gewehr aufzufangen bzw. aufzuspießen.
Diese Schreckensherrschaft dauerte 4 Jahre, in denen Paul Pot 4 Millionen (bei einer Bevölkerungszahl von 8 Millionen!!) Menschen das Leben nahm.
Er selbst konnte in den Djungel fliehen, wo er erst 1995 starb. Die letzten Anführer der Khmer Rouge wurden erst 2007 zu 30 Jahren Haft verurteilt.
Insgesamt überlebten nur 7 Menschen S-21 dadurch, dass ihre Fähigkeiten (Mechaniker, Maler, Dolmetscher etc.) für Paul Pot unverzichtbar waren. Alle anderen verloren ihr Leben auf den Killing Fields oder starben vor Ort an Krankheiten, Erschöpfung und/oder Hunger.
Wusstet ihr von dieser tragischen Vergangenheit Kambodschas? Ich wusste es nicht, was mich bei der schwere dieses Thema erschüttert…

Nun aber wieder zu angenehmeren Themen, Märkten! Nach den Killing Fields besuchte ich den Centarl Markt, den wohl größten den ich bisher gesehen habe. In einem wunderschönen Gebäude und hier gibt es einfach alles!
Danach wollte ich eigentlcih zum Stadium aber es regnete, deshalb ging es zurück zum Hotel.

Am nächsten Morgen erkundigte ich mich erst einmal nach Buspreisen, wobei ich leider die Höhe der unerhörte Preise kennenlernte, nämlich komplett, was den öffentliche Transport angeht. Und was will man machen? Nichts, man ist machtlos. Ich kaufte das Busticket nach Krakor schließlich im Hotel, weil es dort am günstigsten war und das will schon einiges heißen. Ich bezahlte 5 $ = 20.000 für eine Busfahrt , von der ich wusste dass sie vielleicht 10.000 kostet.
Mit dem Essen hadere ich übrigens noch. Es ist schwer auf der Straße was vegetarisches zu finden, meistens ist das dann süß. Deshalb muss ich eingestehen den Bäckerrein in den letzten Tagen wohl am häufigsten einen Besuch abgestattet zu haben. Was ich jedoch morgens esse ist möchte gerne „Pat Thai“ (Thailand) , also frittierte Nudeln mit Gemüse und Eiern. Ich bin definitiv zu einem Deftigesser am Morgen geworden, so wie alle Asiaten. Bin mal gespannt die Umstellung läuft. Freue mich aber schon sehr auf Joghurt, Müsli und Krustenbrot
J
Danach ging‘s jeden Falls zum S-21, wo ich mir mit anderen einen Tourguide teilte, um all die relevanten Infos zu erfahren, die ich oben aufgeschrieben habe.
Zum Abschluss des Tages stand dann noch der „ Night Markt“ auf dem Programm. Erfreulicherweise ist auch der auf die Einheimischen fokussiert und bietet sehr günstig Kleidung an. Hier war mein Problem jedoch, dass es bis auf einen winzigen Schmuckspiegel nichts gab, in dem ich sehen konnte, wie die Kleidung an mir saß.
Alles in allem bereitete mir die Tage in Phnom Penh viel Freude und lieferte mir einen wunderschönen Einstieg in die Khmer Kultur, nachdem Kep so ein Reinfall gewesen ist. Und auch wenn es hier Tuk Tuk Driver und Motorradfahrer gibt die dich an jeder Ecke fragen, ob du einen Lift brauchst, stört es hier nicht so sehr. Die Menschen sind mega freundlich und irgendwie angenehmer, keine Ahnung wie sie es machen.
Erschreckend ist jedoch immer wieder die Armut, die auch in dem Zentrum der Stadt zum Ausdruck kommt. Man sieht nachts selbst konstruierte Zelte aus Planen auf der Straße neben Häuserwänden, wo am Morgen eine ganze Familie mit kleinen Kindern raustritt. Viele Tuk Tuk Driver schlafen in Hängematten und Halb in ihrem Gefährt. Bettler gibt es viel mehr als in den anderen asiatischen Ländern, in denen ich war. Nachts ziehen Menschen Wägelchen voll mit Müll hinter sich her, in denen 3-5 jährige Kinder drin sitzen, während die Mutter im Müll nach Verwendbarem sucht.
Man müsste all die Arbeits- und Obdachlosen einmal hierhin führen, um ihnen zu zeigen was Armut (für die meisten 2$ am Tag) bedeutet und dass man aus wenig viel machen kann, so lange man es wenigstens versucht. Denn Kleinigkeiten sei es Figuren aus Blättern verkaufen sie alle und die wenigsten beklagen sich darüber.

 

Kambodcha: Kep 16. Juli

Dienstag, 16.07.2013

 Am Morgen arrangierte ich eine Mopedfahrt nach Kep über die Grenze von Kambodscha. Doch erstmal brauchte ich US Dollar für die Grenze, was mich schließlich auf den „Schwarzmarkt“ führte, nachdem keine einzige Bank den Wechsel anbot.

An der Grenze war ich dann eiskalt. Ich hatte zuvor darüber gelesen, dass sowohl für das Visum anstelle von 20$ 25 $ von einem verlangt werden und man dann noch für einen bescheuerten Gesundheitstest, wo einem ein „Arzt“ ein Fiebermessgerät an die Stirn hält, einen Dollar zahlen soll. Ich blieb jedoch eisern und schaffte es am Ende tatsächlich nur die 20$ für das Visum zu zahlen!
Schon innerhalb der ersten Meter in Kambodscha merkte man, dass man sich in einem ärmeren Land befindet, denn viele der Straßen sind nicht geteert, was einen ganz anderen Eindruck hinterlässt. In Kep angekommen war ich nicht sehr entzügt. Die Stadt ist so gut wie nicht vorhanden. Das Zentrum besteht aus 4 Restaurants, einer Bushaltestelle, 3 Minimärkten und 5 Reiseagenturen. Also nur für Touristen und echt nicht schön anzusehen. Ich traf jedoch zwei nette Mädchen, die an der Oxford Universität studierten und verabredete mich mit einer davon den 8km Wanderweg um den Berg des Nationalparks zu unternehmen. Dieser war auch sehr schön und offenbarte uns tolle Ausblicke auf das Meer und die Inseln. Alleine bestiegt ich danach noch einen Teil des Berges, um zum Sunset Rock zu gelangen, wo mir die Natur und das Meer zu Füßen lag.
Danach wollte ich mich nach etwas zu Essen umschauen, musste jedoch leider feststellen, dass die Preise für asiatische Verhältnisse horrend hoch waren. Mir wurde ja eigentlich berichtet, dass hier alles noch preiswerter ist, aber entweder es liegt an Kep (da hoffe ich ganz stark drauf) oder die anderen haben keine Ahnung. Das wär schlimm, denn nach deren Ratschlägen habe ich mir das große Einkaufen für hier aufgehoben.
Übrigens hatte ich den Tag über keinen Strom. Die Nacht zuvor war es wohl so windig gewesen, dass der Strom gekappt wurde und mein leicht schrottiges „Napi Khmer Guesthouse“ am Ende der Zivilisation hatte kein Notstromaggregat. In der Nacht funktionierte es jedoch wieder, dafür die Dusche nicht. Als ich jedoch begann mirkaltes Wasser aus einer Schüssel über den Rücken zu schütten, schien den Besitzern jedoch aufzufallen, dass sie die Wasserleitung geschlossen hatte und somit schoss mit das Wasser 10 Sekunden später entgegen.

 

15. Juli Ha Tien

Montag, 15.07.2013

Auf dem Rückweg wurde es dann etwas knapp. Ich erreichte gerade pünktlich den Bus, um nach Ha Tien, an die Grenze zu Kambodscha zu fahren. Dort kam ich abends an, handelte den Hotelpreis erfolgreich herunter, nachdem die Franzosen mir gesagt hatten, dass sie das immer machen) und ging in ein vegetarisches Restaurant, wo ich die ersten 5 Minuten absichtlich irgnoriert wurde. Schließlich bekam ich jedoch meinen Reis mit Gemüse, eine mickrige und weniger zufriedenstellende Portion. Ausgeglichen musste das dann mit einem süßen Bahn Bao und etwas Frittiertem werden.

14.-15.. Juli Can Tho

Sonntag, 14.07.2013

Am Morgen ging ich zur Busstation um nach Can Tho, der größten Stadt im Mekong Delta zu gelangen. Im MInubus war ich mal wieder die Attraktion und alle stellten demjenigen, der ein wenig Englisch konnte Fragen, die er mir stellen sollte. Netterweise half mir auch einer der einheimischen nach Ankunft ein Hostel zu finden. Leider lag das jedoch über meinem Preisniveau, sodass ich dann doch noch 2 Stunden nach eoinem günstigen suchte, schließlich aber auch fand. Der Tag war schon fast zu Ende, sodass ich nur etwas herumschlenderte und den wunderschönen Ausblick auf den Fluss genoss. Am nächsten Tag tat ich nicht viel anderes, denn leider war es zu spät gewesen, um eine floating Market Tour zu buchen. Die fand dann aber am Tag darauf statt. Um halb 6 ging es schon zum Fluss, wo ich mich zu 2 sehr netten Franzosen ins Bötchen setzte. Gemeinsam wurden wir zum größten Floating MArket gefahren, was eine wirklich einzigartige Erfahrung war. Frauen in Booten fahren an einen heran und bereiten einem iced Coffee zu, dem sie einem übers Wasser reichen oder Nudelgerichte. Hauptsächlich werden jedoch auf größeren Booten, in denen die Menschen leben) Gemüse und Früchte verkauft. Alle Boote haben eine Art Mast, auf denen aufgespießt ist, was sie verkaufen. Danach fuhren wir durch einen kleinen Kanal, entlang dessen die Menschen in winzigen Häusern (teilweise im Wasser) lebten und um den herum wundervolle Vegetation herrschte. Einen Zwischenstopp machten wir bei einer Reisnudelfabrik. Letztes Ziel war dann ein abgelegener Markt, der angeblich viel erstaunenswerter sein soll, für uns aber doch recht langweilig war.


12. – 13. Juli Ho Chi Minh City

Freitag, 12.07.2013

Von Ho Chi Minh City versprach ich mir nicht zu viel, denn ich hatte Hanoi gehasst und HDMC ist die größte Stadt Vietnams und soll noch viel lauter und hektischer sein. Als ich jedoch dort ankam, war ich positiv überrascht. Es gefiel mir! Es gab Parks, kleine Gassen und überall auf der Straße wurde iced-Coffee to go verkauft, die Schreckenserfahrung blieb also aus. Meinen Übernachtungsplatz hatte ich eigentlich schon auserkoren, da dieser jedoch um 7 Uhr Morgens geschlossen war, beschloss ich mich weiter umzugucken und landete in einer winzigen Gasse. Als ich am Saigon Inn (Saigon war der frühere Name der Sadt) vorbeikam, wurde ich von der Inhaberin angesprochen. Doch das Dormbed kostete hier 10 $ während es und in dem anderen 5 $. Und auch wenn es wirklich sauberer aussah, war es mir das nicht wert. Die Chefin muss aber ziemlich wild auf neue Gäste sein, denn im Endeffekt bot sie mir das Zimmer für 5$ an und mal wieder blieb ich 2 komplette Nächte alleine dort, yes! In der Stadt schaute ich mir den berühmten Markt an, der mich innerhalb der ersten Minuten erschlug und mit dem ich auch nach 2 Stunden nicht ganz klar kam. Er war riesig, eng, unübersichtlich und nur auf Touristen ausgerichtet. Die Frauen waren für meinen Geschmack jedoch wieder zu verkaufsgeil und das ständige:“ Madame have look, Madame you wnat to buy something…“ Man kommt sich teilweise vor, wie in einem Fiebertraum verfolgt von den Verkäuferdrachen.  Zusätzlich kam hier auch nach das Armgrapschen dazu und das von allen Seiten.

So war ich froh, als ich dann zwar auch im von Touristen wimmelten aber ruhigeren „War Remnant Museum“ war. Das wäre was für dich gewesen Papa! Hier wurde auf brutale und schockierende Weise die Folgen des Vietnamkrieges mit den USA in Bildern gezeigt. So schauten einen schreiende und mit Blutübergossende Kinder an und am schlimmsten waren die Bilder von den Menschen, die unter den Folgen von „Agent Orange“ litten. Dieses ist ein Gift, das die Amerikaner nutzen, um weite Gebite des Landes zu zerstören. Viele Menschen wussten jedoch nicht, dass somit das Wasser und auch das Essen in der Natur verseucht war oder es blieb ihnen keine andere Wahl als es zu sich zu nehmen, um dem Hunger zu entgehen. So kamen noch Generationen danach mit Behinderungen und Fehlbildungen auf die Welt. Aber wieder einmal höchst beeindruckend: Alle fanden einen Weg trotz dessen ein geregeltes Leben mit einer Arbeit zu führen.
Neben diesen dramatischen Offenbarungen wurden außerdem viele Bilder und Propagandaplakate von anderen Ländern gezeigt, die für das Ende des Krieges demonstrierten und für alle Männer gab es im Untergeschoss Panzer, Kampfflugzeuge und Kriegsmaterial zu bestaunen.
Es wurde schon spät, sodass ich lediglich der Cathedrale „Notre Dame“ (sieht der parisischen echt ähnlich) einen Besuch abstattete und danach bei Dunkelheit die andere Seite der Stadt genoss. Denn die Gebäude wurden in wunderschöne Lichter getaucht und Ho Chi Minh City bekam seinen ganz eigenen Charme. Aus irgendeinem Grund begann ich an Fleisch zu denken und dachte, dass es vielleicht mal an der Zeit war, etwas davon zu mir zu nehmen. Das einzige wonach mir war und was mir auch sicher schien, war ein Burger. Und obwohl ich keinen Hunger hatte machte ich mich auf zu einem Burger King, wo ich enttäuscht feststellen musste, dass der günstigste Burger (Cheeseburger) doch tatsächlich 2 Euro kostete und da jetzt nicht mehr an einen Rückzug zu denken war, lag kurze Zeit später vor mir eine Miniausgabe des deutschen Burgers, den ich fast wegpusten konnte.
Für die Nacht nahm ich mir viel vor, vor allem wollte ich mich ausgiebiger über den Vietnamkrieg informieren, doch schlief ich schon bei der Youtube-Dokumentation ein.
Am nächsten Tag schlenderte ich entlang der hässlichen Riverfront und ging dann zum Palace of Indipendence, wo zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft der französische Kolonialherr Vietnams hauste, danach der vietnamesische Präsident , der jedoch nach einem Bombenangriff der Nordvietnamesen nach England flüchten musste. Da es hieß, dass im Ticketpreis eine Führung inbegriffen sei, schloss ich mich einer Gruppe an. Leider musste ich jedoch am NEde feststellen, dass diese Gruppe wohl eine ganze Stadtführung gebucht hatte und ich danach aufgefordert wurde in den Tourbus zu steigen. Leider konnte mich der Guide auch ganz gut, weil ic einige Fragen gestellt hatte, aber nach einigen Minuten, die ich mich auf der Toilette versteckt hatte, war der Bus wohl glücklicherweise schon abgefahren.
Mein Ausflug nach Chinatown belief sich schließlich auf weniger als 20 Minuten, weil ich im Bus dorthin mit Thao (Vietnamese, den ich in Hoi An kennengelernt hatte)) verabredete mich zum Abendessen mit ihm zu treffen. Und das war es absolut wert, das beste Essen, was ich in Asien bisher hatte! Wir besuchten gemeinsam ein vegetarisches Restaurant, aber es gab nicht langweilig Reis mit Gemüse sondern mehrere Gänge. Das Problem ist halt, dass man so etwas nur bekommt, wenn  man mit einem Einheimischen ausgeht, der das Essen kennt und das Menu versteht. Als Vorspeise aßen wir Chips, die aussahen wie die Krabbenchips vom Chinesen, die man mit Salat belegte. Dann wurden krosse Nudeln serviert mit etwas Gemüse. Als letzten Gang gab es Reisnudeln, zu denen  ein kleiner Kocher aiuf den Tisch gestellt und in dem Topf war eine herrliche Soße mit Tofukugeln, in die man das noch rohe Gemüse schüttete und für eine Minute kochen ließ. Herrlich! Und zur Krönung trank ich frischen Erdbeersaft. Danach gingen wir noch in ein gemütliches Kaffee und tranken meinen letzten vietnamesischen Kaffee.

 

10. – 11. Juli Mui Ne

Mittwoch, 10.07.2013

Die Busfahrt war Mal wieder keine Luxusangelegenheit. Über miserable Straßen wurde gehöppelt und ich saß auch noch auf dem Reservesitz dessen Rückenlehne von den Koffern hinter mit gestützt wurde, die wiederum andauernd auf mich drauffielen. Aber die Kompensation lies nicht lange auf sich warten. Mit mir im Minibus fuhr nämlich ein afrikanisches Pärchen, die mir mal wieder zeigten, dass man immer meint zu wissen, was in anderen Ländern vorgeht und doch keinen blassen Schlimmer hat. So ist Südafrika Europa sehr ähnlich und ziemlich großstädtisch. Schon seit vielen Generationen leben Weiße dort und die offizielle Sprache ist Englisch. Doch es gibt natürlich auch hier die unterentwickelten Schattenseiten. So arbeitet die Frau als Lehrerin in einer öffentlichen Schule. Eine hohe Anzahl der Kinder ist jedoch geistig eingeschränkt, da die Mütter während der Schwangerschaft Alkohol getrunken und geraucht hatten. Irgendwann bemerken sie dann, dass sie niemals den Anforderungen gerecht werden können und schwänzen fortan die Schule und schlimmer: geraten auf die schiefe Bahn, weil sie sich minderwertig fühlen.

Außerdem erzählten sie mir von den sogenannten „coloured people“ die weder schwarz noch weiß sind und immer noch nicht richtig in das Leben in Afrika gefunden haben. Diese Menschen sind arm, doch wenn Erntezeit ist, verdienen sie auf einen Schlag viel Geld, was sie aber auch auf einen Schlag für Handys, Plasmabildschirme, Markenkleidung etc. ausgeben. Nach wenigen Wochen ist das ganze Geld verbraucht und sie beginnen wieder zu hungern, müssen all die teuren Ersteigerungen verkaufen.  Das Schlimmste ist nur, dass sie ihr Verhalten nicht ändern und somit geschieht dasselbe jede Erntezeit aufs Neue.
Nach 5 Stunden Busfahrt erreichten wir dann Mui Ne, ein teilweise paradiesischer Ort aber nur touristisch. Entlang der einzigen Straße, die am Meer entlang führt reihen sich Resorts und Guesthouses zum Glück aber alle flach gehalten. Man sieht, dass es in ein paar Jahren keinen untouristischen Flecken mehr geben wird, denn überall finden Bauarbeiten statt. Mir gefiehl es aber und noch mehr als ich mir ein Fahrrad auslieh und damit ins benachbarte Fischerdorf fuhr. Hier liegen im Meer überall bunte kleine Boote und an den Straßen werden tonnenweise Fisch auf Bambusplatten geschüttet und in der Sonne getrocknet. Fährt man weiter erreicht man rote Sanddünen und fühlt sich wie in der Wüste. Kilometerweit nur Sand und der Wind hinterlässt darin seine Spuren. Hier verkaufen kleine Kinder Plastikplatten mit den man die Dünen runterfahen kann, aber sonderlich schnell ist es nicht. Fährt man weiter erlebt man eine wundervolle Küstenlandschaft und fantastische Ausblicke und wird nach 20km mit weißen Sanddünen belohnt.
Die Nacht verbrachte ich mal wieder in einem Dormzimmer ganz für mich alleine und mit Blick aufs mehr, da wacht man am Morgen sehr gerne auf. Und ich fand weiter außerhalb auch ein vegetarisches Restaurant, in dem ich die typische (aber seeehr leckere) Nudelsuppe zu mir nahm. Dort am ich dann auch auf die Idee mich schon mal vorab für die Unibewerbung zu informieren. Da kam dann leider der große Schock, denn Bewerbunsgsschluss war nicht wie ich es im Kopf hatte Ende Juli sondern der 15. Juli, also in 4 Tagen. Und die Bewerbung für „Betriebswirtschaft und Freizeit- und Kulturmanagement“ in Künzelsau an der Hochschule war nicht so schnell erledigt wie die für BWL and der Uni Köln und Münster. Ich musste einen Interessens- und Wissenstest übers Internet erledigen und einen lückenlosen Lebenslauf schreiben. Problem war jedoch, dass ich aus meinem Hostel rausgeschmissen wurde, denn die Frau wurde total wütend, als sie mich im Eingangsbereich (ich war die einzige im ganzen Hostel) sitzen sehen saß, denn ich hatte ja schon ausgecheckt. Das war nur sonst nie ein Problem, solange man das Zimmer nicht betrat durfte man alles nutzen. Zusaätzlich kamen dann leider auch noch Kommunikationsschwierigkeiten dazu, denn sie dachte aus irgendeinem Grunde,  dass ich für das Fahrrad am 2. Tage nicht zahlen würde. Aber alle Erklärungsversuche machten sie nur noch wütender. So war ich leider gezwungen mich in den Backpackerresort reinzusneaken und dort das Internet zu nutzen, sonst wäre das mit der Bewerbung nichts geworden.  Auch wenn ich ein schlechtes Gewissen hatte, war es aber sehr schön mit Chillarea direkt am Meer und Ruhe bis auf das Meeresrauschen, was durch den Wind recht stark ausfällt. Gegen Abend war dann zum Glück alles fertig und dank meiner geliebten Schwester wurde der Rest der Arbeit für mich in Deutschland erledigt. Danke Yvi, auf dich ist Verlass! Zum Abendessen stattete ich dem vegetarischen Restaurant wieder einen Besuch ab, diesmal leider zu Fuß und das bei 4km Entfernung und aß Reis mit Gemüse vom Buffet.
Da ich den Bus nach Ho Chi Minh City für 1 Uhr morgens gebucht hatte, blieb mir noch viel Zeit, die ich teilweise in einem Cafe verbrachte und dort vietnamesischen Kaffee genoss. Alle sagen, dass wenn man  den trinkt, kann man die nächsten Stunden nicht schlafen, so aber nicht Vanessa. Als ich vor der Reiseagentur auf den Bus wartete, der 1,5 Stunden zu spät war, schlief ich auf den harten Stufen und mit meinem Backpack als Kissen ein. Zum Glück wurde ich wach, als der Bus wenige Meter neben mir hielt, denn ansonsten wäre er einfach weitergefahren, denn es wurde nicht überprüft, wer abgeholt werden musste und der Vietnamese schien mit den 3 Chinesen zufrieden und abfahrbereit.

 

Auf dieser Seite werden lediglich die 10 neuesten Blogeinträge angezeigt. Ältere Einträge können über das Archiv auf der rechten Seite dieses Blogs aufgerufen werden.